Auslandsaufenthalt unseres DHBW- Studenten in den USA

Im Rahmen meines dualen Studiums bei der WALTER AG ergab sich die Möglichkeit eines vierwöchigen Aufenthalts im WALTER Werk USA in Waukesha, Wisconsin.  Hier werden hochkomplexe Spezialwerkzeuge hergestellt. Während meines Aufenthalts führte ich eine sogenannte OEE und TEEP Analyse im Bereich Drehen durch, sie ist ein Maß für die Wertschöpfung einer Anlage. Ziel ist es zu erkennen wo Zeit beim Drehen verloren geht und wo das meiste Potential für Verbesserungen liegt. Da ich sehr viel mit den Anlagenführern zusammengearbeitet habe boten sich mir tiefe Einblicke in die Herstellung und Produktion von Spezialwerkzeugen, sowie den Abläufen in der Produktion.

Besonders gefallen haben mir auch die außerbetrieblichen Aktivitäten, die ich dank der Hilfe der Mitarbeiter besser planen konnte, insbesondere der Besuch eines Baseballspiels und der Stadt Chicago waren ein Erlebnis. Auch landschaftlich bietet Wisconsin mit seinen vielen Seen einiges zu bieten, auf dem sogenannten Kettle Moraine Scenic Drive fährt man auf alten Straßen durch Wälder und zwischen Seen umher und bekommt so einige interessante Orte zu sehen.

Von dem Besuch in den USA habe ich nicht nur beruflich profitiert, auch persönlich konnte ich einiges mitnehmen. Insgesamt war es eine Erfahrung die ich nicht missen möchte und auch jedem empfehlen kann.

Moritz S.

Ingenieurspraktikum

Das Ingenieurspraktikum soll Schülern, welche die allgemeine Hochschulreife anstreben, einen Einblick in die Tätigkeiten eines Ingenieurs bei der Walter AG geben. Was zu den Tätigkeiten eines Ingenieurs gehört und wie viele verschiedene Möglichkeiten es tatsächlich für einen Maschinenbauingenieur gibt, ist für einige Schüler sehr verschwommen. Deshalb haben wir uns überlegt ein Praktikumsmodell zu entwerfen, welches Schülern eine Entscheidungsgrundlage geben soll wenn es an ihre weitere berufliche Zukunft geht. Dazu haben wir folgende Themen zum Inhalt von diesem Praktikumsmodell gemacht:

– Informationen zum Studium an der Dualen Hochschule
– Informationen zum Reutlinger Modell (Kombination Ausbildung-Studium)
– Vorstellung vergangener DH-Projekte von Studenten der DHBW
– Vorstellung aktueller, betrieblicher Projektaufgaben von Studenten der DHBW
– Firmenrundgang
– Vorstellung des jeweiligen Tätigkeitsbereichs von Mitarbeitern in den    Abteilungen
– Ingenieursmäßige Betrachtung von Alltagssituationen
– Einführung in Solid Works
– Einführung in die Anwendung und Programmerstellung mit Siemens ShopMill
– Erstellen eines Werkstücks an einer 3-Achs-CNC-Fräsmaschine

Das Modell wurde von DH-Studenten entworfen, um Interessierten eine Runduminformation über ein Maschinenbaustudium und dessen Inhalte zu geben. In KW 35 haben die ersten „Ingenieurspraktikanten“ das Praktikum gemacht und waren mit dem Programm sehr zufrieden. Wir stellen am Ende der Praktikumswoche jedem Praktikanten ein Praktikumszeugnis aus und geben eine Teilnahmebestätigung mit, die bspw. Bewerbungen beigelegt werden kann.

Florian B. (DH-Student im 4. Semester)

Stefan B. – DH-Student Maschinenbau Walter AG

Ich heiße Stefan B., bin 20 Jahre alt und habe im Oktober 2011 mein Studium an der Dualen Hochschule in Horb begonnen, welches ich 2014 hoffentlich erfolgreich beenden werde. Als Ausgleich zu meinem Studium, das in der Theoriephase sehr stressig sein kann, spiele ich in meiner Freizeit Fußball, geh joggen und treffe mich mit Freunden. Ich bin gerade im 3. Semester und habe inzwischen meine zweite Praxisphase hinter mir, die ich zusammen mit einem weiteren DH-Studenten, Robert Molls, in der Abteilung „Forschung und Entwicklung“ in Tübingen durchlaufen habe. Dabei habe ich verschiedene Versuche an einer Fräsmaschine gemacht und mit Hilfe der Aufnahmen einer Highspeedkamera die Einflüsse auf die Spanformung beurteilt und in meinem Praxisbericht dokumentiert, den ich in der Hochschule abgeben muss.  Bei Walter gefallen mir besonders gut die freundlichen Kollegen, auf die man immer zukommen kann und die immer ein offenes Ohr für Fragen haben. Meine beruflichen Ziele sind ein erfolgreicher Abschluss an der DH und eine Übernahme bei Walter. Neuen Bewerbern kann ich nur raten sich im Vorstellungsgespräch nicht zu verstellen sondern einfach Sie selbst zu sein.

Sebastian K. – Reutlinger Modell Walter AG

Ich heiße Sebastian K., bin 20 Jahre alt, habe 2011 mein Abitur gemacht und anschließend im September mit dem „Reutlinger Modell“ bei der Walter AG angefangen. Das Reutlinger Modell ist eine Kombination von Industriemechanikerausbildung und Maschinenbaustudium. Die Ausbildung hat im September angefangen, wir waren bis Weihnachten nur im Betrieb und hatten dann den erste Berufschulblock im neuen Jahr an der Ferdinand-von-Steinbeis Schule in Reutlingen. Anschließend hatten wir im März gleich die Abschlussprüfung Teil 1 der Ausbildung. Auch das Studium begann im März an der Fachhochschule in Reutlingen, wir sind seither 2 Tage in der Woche an der Hochschule und die restlichen Tage im Betrieb. 2013 haben wir die Abschlussprüfung der Industriemechanikerausbildung und sind dann nur noch an der Hochschule. Insgesamt geht das Reutlinger Modell 4,5 Jahre. Meine beruflichen Ziele sind ein guter Abschluss der Ausbildung und ein erfolgreiches Studium. Den Reutlinger Modell Studenten, die nach uns kommen, empfehle ich, von Anfang an die Übungen im Studium zu machen und auch die Themen der Vorlesungen zu Hause zu wiederholen, denn die Unterrichtsform und Geschwindigkeit ist ganz anders als an der Schule und erfordert viel Eigeninitiative.