SIA – Schüler Ingenieur Akademie 2011

Wie es bei uns jedes Jahr üblich ist, haben wir auch diesmal mit unseren Azubis vom 2. Ausbildungsjahr die Schüler vom First-Wald-Gymnasium in Mössingen bei ihrer „Schüler-Ingenieur-Akademie“ unterstützt. Der Sinn der SIA ist es den Schülern die Tätigkeit eines Ingenieurs näher zu bringen. Dabei lernen die Schüler den Ablauf einer Produktion von der Pike auf.

Damit sich die Schüler und Azubis näher kennen lernen, nahmen sie gemeinsam an einen Outdoorseminar in Mägerkingen teil. Bei diesem Seminar wurde durch verschiedene Teamspiele der Teamgeist und Zusammenhalt gestärkt. Mit diesem Vertrauen ins Team konnten wir in dieses Projekt starten. Es wurden 4 Gruppen gegründet, mit jeweils zwei Schülern und zwei Azubis. Die Aufgabe in diesem Jahr bestand darin eine gefüllte Tasse mit einem selbst hergestellten Transporter von A nach B zu befördern. Die ersten Treffen bestanden darin, die einzelnen Bauteile am PC in 3D zu konstruieren. Nachdem jede Gruppe sein Design vorgestellt hat und bewertet wurde konnten wir endlich mit der Herstellung der einzelnen Bauteile beginnen. Die Schüler lernten den Umgang mit den Dreh- und Fräsmaschinen, sowie das Bohren und Feilen von Metall. Um die Leistung des Elektromotors nicht ganz auslasten zu müssen, beschlossen wir die meisten Teile aus dem leichten Werkstoff, Aluminium zu fertigen.

Nach den folgenden vier Wochen ehrgeizigem Einsatz hatten wir schließlich alle Bauteile gefertigt und zu unserem Transport Roboter zusammengebaut. Als dank für unsere Betreuung durften wir gemeinsam mit den Schülern an einem Präsentationsseminar teilnehmen. Im kommenden Sommer werden wir gemeinsam unser fertig gestelltes Produkt den Lehrer und Eltern von den Schülern vorstellen.

Energieprojekt

Wie es jedes Jahr üblich ist haben die Azubis des heutigen zweiten Lehrjahres die Aufgabe bekommen ein Projekt zu den diesjährigen „Energiedays“ durch zu führen.Wir haben uns das Ziel gesetzt mit einer erneuerbaren Energie Strom zu produzieren und diesen auch Sinnvoll zu nutzen.

Unsere Ideen reichten von Windkraft, Solarenergie, Thermalenergie bis hinzu Wasserkraft. Nach langen Diskussionen entschlossen wir uns Energie mithilfe einer Windkraftanlage zu erzeugen. Wir planten ein Savonius Windrad zu bauen. Doch durch zu geringe Windgeschwindigkeiten in Tübingen und auch in Münsingen konnten wir es nicht gewährleisten den benötigten Strom, für die Werbe-Pylone am Einganz, zu erzeugen.

Nach langen Recherchen entschlossen wir uns für eine Aufwindkraftanlage die von einer Photovoltaikanlage unterstützt wird.
Da das Aufwindkraftwerk noch relativ unerforscht ist haben wir verschiedene Modelle gebaut um herauszufinden wie wir den höchsten Wirkungsgrad erreichen können.

Nach vielen Versuchen mitverschiedenen Modellen hatten wir das Perfekte Modell erstellt das eine optimale Steigung für die Photovoltaikanlage hat und trotzdem eine hohe Windgeschwindigkeit erreicht um die Turbine und den daran angeschlossenen Generator zu betreiben.

In naher Zukunft wird dieses Projekt in Realgröße realisiert und wird selbständig im Sommer, als auch im Winter Strom erzeugen.

Stefan B., Marius E.

Velorexprojekt

Angefangen hat alles am 26.05.2010. Herr Knoblich (Technischer Ausbilder der Walter AG) hat uns, dem damals ersten Ausbildungsjahr, das Projekt Velorex vorgestellt. Mit großer Freude und Begeisterung haben wir das Projekt angenommen. Das Ziel des Projekts war, das Velorex zu restaurieren und eine deutsche Straßenzulassung zu bekommen, dabei lag das Hauptaugenmerk im managen eines Projekts von Anfang bis zum Ende, hilfreich dabei war eine vorhergehende Projektmanagement Schulung von Herrn Narr (Technischer Ausbilder).

Unsere erste Handlung beinhaltete, die Einteilung der Arbeitsgruppen inklusive ihrer Aufgaben, Wahl des Projekt- und Gruppenleiters sowie die Erstellung eines Zeit- und Ablaufplans.
Nach der Organisation eines Transporters, holten wir das Velorex in Jettenburg und brachten es zu uns nach Derendingen in das Ausbildungszentrum, wo wir es gleich mit Schrecken begutachteten.
Nach der Demontage kristallisierte sich ein katastrophaler Zustand heraus. Der Rahmen war verrostet, die Elektrik schlecht verlegt, hatte keine Funktion, zudem waren die Achsen krumm, die Felgen nicht original und der Motor undicht. Uns war gleich klar, dass wir so, nie eine TÜV – Plakette bekommen würden.
Die Gruppen begutachteten ihren Zuständigkeitsbereich und erstellten Listen der nötigen Ersatzeile, die zum Großteil aus der Tschechoslowakei bestellt werden mussten. Während der Durchsicht wurde uns bewusst, dass viele Teile bzw. Konstruktionen nicht dem Originalzustand entsprachen. Über das Internet gelangten wir an verschiedene Bilder sowie Foren, die uns dabei geholfen haben, wie ein original Velorex-Dreirad auszusehen hat.
Viele Herausforderungen mussten wir bei der Restauration des Velorex meistern. Beispielsweise die Sitzkonstruktion; der Auspuff der total verrostet war; die Sprachbarriere zwischen den Tschechischen Händlern und uns, sowie Lieferverzug der Händler.
Nach über 1000 Arbeitsstunden hatten wir es geschafft wir bekamen eine deutsche Straßenzulassung mit einem Oldtimerkennzeichen.

Die große Überraschung war jedoch die Bekanntmachung, durch Herrn Evertz, dass das Kernteam als Dankeschön zu einer fünf tägigen Reise nach Schweden zum Mutterkonzern Sandvik eingeladen wurde.
Am 11.02.2011 erfolgte die Übergabe des Velorex an seinen Besitzer. Bei der Übergabe waren die örtliche Presse, Herr Evertz, Herr Herrmann (Manager Walter Academy), das Kernteam des Velorex-Projekts und den Technischen Ausbildern vertreten. Nach der Präsentation konnten sich alle Anwesenden, bei einer Probefahrt mit dem Velorex begeistern lassen.
Wir starteten unsere Reise am 23.02.2011 nach Gimo in Schweden, dort haben wir im ehemaligen Herrenhaus „Gimo Herrgard“ übernachtet. Bei minus 28° am nächsten morgen, begannen wir mit einer Betriebsbesichtigung von Sandvik Coromant. Herr Nord führte uns durch die WSP- sowie die Körperfertigung. Wir stellten fest, dass die Fertigung auf dem gleichen Prinzip aufgebaut ist wie in Tübingen und Münsingen.
Am selben Abend fuhren wir nach Sandviken, dort trafen wir uns mit Herr Wiklund im firmeneigenen Restaurant „Bruksmässen“ zum Abendessen (als Hauptspeise gab es Rentier).
Am 25.02.2011 trafen wir uns mit Herr Thelin und Herr Nyström zu einem sehr informativen und interessanten Meeting. Anschließend  besuchten wir das Produktivity Center von Sandvik Coromant, wo uns Herr Jansson verschiedene Fräs- und Drehtechniken präsentierte.
Zum Mittagessen trafen wir uns abermals mit Herr Wiklund in der Kantine, danach besuchten wir die Ausstellungshalle Headquarter von Sandvik. Am Nachmittag bekamen wir eine Führung von Frau Dahlberg durch die riesigen Hallen des Stahlwerks. Beeindruckend war, dass dieses Stahlwerk 2% des gesamten Stromes des Landes verbraucht. Nach einem langen Tag fuhren wir mit dem Bus zurück nach Stockholm.
Der Tag in Stockholm stand uns zur freien Verfügung, wir besichtigten das Vasa Museum, sowie ein Freilichtmuseum.
Am 27.02.2011 war unsere Reise vorbei und wir sind wieder nach Hause geflogen.

Wir möchten uns ganz herzlich bei allen bedanken, die uns diese Erfahrung ermöglicht haben.

Euer Velorex – Team